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ZuhauseNachrichtenPV Combiner Box: Ein vollständiger Leitfaden von den Grundlagen bis zur Auswahl und Installation

PV Combiner Box: Ein vollständiger Leitfaden von den Grundlagen bis zur Auswahl und Installation

Datum:6/24/2026 2:31:28 PM     Klicken:97

Teil 1: Was ist eine PV-Kombinatorbox?

 

Eine PV-Kombinatorbox ist ein zentrales unterstützendes Gerät in einem Solarphotovoltaiksystem. Seine Hauptfunktion besteht darin, Gleichstrom mehrerer PV-Stränge in einen oder mehrere Ausgänge zu bündeln, während gleichzeitig Überstromschutz, Überspannungsschutz und weitere Funktionen bereitgestellt werden. Einfach ausgedrückt fungiert er als "Stromverteilungszentrum" zwischen den PV-Strängen und dem Wechselrichter.

 

In einem typischen PV-Kraftwerk gibt es oft Dutzende oder sogar Hunderte von PV-Strängen, die jeweils Gleichstrom erzeugen. Ein direkter Anschluss dieser Stränge an den Wechselrichter würde nicht nur zu komplexer Verkabelung führen, sondern auch zu einheitlichen Schutzmaßnahmen fehlen. Die Kombinatorbox löst dieses Problem, indem sie mehrere Eingänge zu einem einzigen Ausgang konsolidiert, wodurch die Anzahl der an den Wechselrichter angeschlossenen Kabel deutlich reduziert wird und jeder Eingang sowie der Hauptausgang mit Schutzvorrichtungen ausgestattet werden.

 

Kombinatorboxen werden typischerweise in der Nähe des PV-Arrays installiert. Ihre Gehäuse bestehen aus wetterfesten Materialien wie Edelstahl oder Baukunststoffen mit einer Schutzklasse von mindestens IP65, was ihnen langfristig harte Außenbedingungen ermöglicht.

Teil 2: Hauptfunktionen einer PV-Kombinatorbox

 

  1. Kombinierende Funktion

 

Dies ist die grundlegendste Funktion einer Kombinatorbox. Es kombiniert mehrere DC-Eingänge von PV-Strings (typischerweise 4, 8, 12, 16 oder mehr) in einen oder mehrere Ausgänge, was die Verdrahtung des Inverters vereinfacht.

 

  1. Überstromschutz (Sicherung)

 

Jeder PV-String-Eingang ist mit einer Gleichstromsicherung ausgestattet (typischerweise für 10A, 15A, 20A usw.). Wenn ein Kurzschluss oder ein ungewöhnlich hoher Rückstrom in einer Schnur auftritt, bläst die entsprechende Sicherung schnell, isoliert den defekten Ast und schützt die anderen normal funktionierenden Strings sowie das gesamte System. Der Hauptausgang ist außerdem üblicherweise mit einem DC-Leistungsschalter oder Trennschalter für eine sichere Abschaltung während der Wartung ausgestattet.

 

  1. Überspannungs- und Blitzschutz (SPD)

 

Da PV-Systeme im Freien installiert werden, sind sie sehr anfällig für Blitzeinschläge oder Netzüberspannungen. Kombinatorboxen enthalten typischerweise Gleichstrom-Überspannungsschutzgeräte (SPD), die Überspannungen von Blitzen oder Überspannungen auf den Boden leiten und so teure nachgelagerte Geräte wie den Wechselrichter schützen. In der Regel wird ein Überspannungsschutz Typ 2 oder Typ 3 angewendet.

 

  1. Überwachung und Kommunikation

 

Moderne smarte Kombinatorboxen bieten eine Echtzeitüberwachung von Parametern wie Strom, Spannung und Temperatur für jede String. Diese Daten können über RS485, Ethernet oder drahtlose Kommunikation in ein Überwachungssystem hochgeladen werden. Bediener können den Status jedes Zweigs aus der Ferne überprüfen und Anomalien schnell erkennen (z. B. kann ein niedrigerer als erwarteter Strom in einer Zeichenkette auf Modulausfall oder Schattierung hinweisen), was die Wartungseffizienz erheblich verbessert.

 

  1. Rückstromschutz (Diode)

 

Einige Kombinatorboxen verfügen über Blockierdioden, um zu verhindern, dass eine fehlerhafte Saite Rückstrom von anderen Saiten zieht und so Modulschäden vermeiden.

 

  1. Trennung und Isolierung (MCB/Trennschalter)

 

Der Ausgang einer Kombinatorbox ist üblicherweise mit einem Gleichstromschalter oder Lastschalter ausgestattet, der bei Bedarf eine manuelle Abschaltung des Systems vom Wechselrichter ermöglicht, was eine sichere Wartung erleichtert und das Personal schützt.

Teil 3: Wie Sie die richtige Kombinatorbox für Ihr PV-System auswählen

 

Die Auswahl einer Kombinatorbox erfordert umfassende Berücksichtigung von Systemgröße, Spannungsniveau, Stromparametern und Umweltbedingungen. Nachfolgend sind die wichtigsten Auswahlkriterien aufgeführt.

 

  1. Anzahl der Eingänge

 

Wählen Sie die Anzahl der Eingänge basierend auf der Anzahl der PV-Strings in Ihrem System. Gängige Konfigurationen sind 4-in-1-out, 8-in-1-out, 12-in-1-out und 16-in-1-out. In der Regel sollte die Anzahl der Eingaben größer oder gleich der tatsächlichen Anzahl der Strings sein, wobei 1–2 Ersatzeingaben für zukünftige Erweiterungen reserviert sind.

 

  1. Nennspannung

 

Die Nennspannung der Kombinatorbox muss mit dem PV-System übereinstimmen und größer oder gleich der maximalen Offenspannung der Stränge bei der niedrigsten erwarteten Temperatur sein. Gängige Spannungspegel sind 500V DC, 1000V DC und 1500V DC. Ein 1500V-System muss eine 1500V-Kombinationsbox verwenden – eine Einheit mit niedrigerer Spannung niemals abwerten.

 

  1. Nennstrom

 

Pro Eingangsstrom: Der Nennstrom pro Eingang sollte ≥ 1,25 × Isc (Strang-Kurzschlussstrom) betragen. Zum Beispiel sollte Isc = 10A die Sicherungsrate pro Eingang 15A betragen.

 

Gesamtausgangsstrom: Ungefähr die Summe aller Eingangsströme multipliziert mit einem Diversitätsfaktor (typischerweise 0,8–1,0). Der Nennstrom des Hauptausgangsschalters muss den maximalen Ausgangsstrom übersteigen.

 

  1. Sicherungsspezifikationen

 

Die Sicherungsmenge pro Eingang folgt derselben Regel (≥ 1,25 × ISC). Verwenden Sie stets Gleichstromsicherungen mit der gPV-Eigenschaft, die mit IEC 60269-6 konform sind. Die Unterbrechungskapazität der Sicherung muss den maximalen potenziellen Kurzschlussstrom am Einbaupunkt überschreiten.

 

  1. Überspannungsschutzstufe

 

Wählen Sie das Überspannungsschutzmodul entsprechend der lokalen Frequenz der Gewitter und der Kritikalität des Systems aus. Typischerweise wird ein Typ-2-DC-SPD mit einem Imax von 20 kA oder 40 kA verwendet. In blitzstarken Gebieten oder bei geschäftskritischen Projekten sollten Sie einen höheren Grad des Überspannungsschutzes wählen.

 

  1. Schutzbewertung für das Gehäuse

 

Für die Außeninstallation wählen Sie eine Mindestberechtigung von IP65, um Schutz vor Regen, Staub und UV-Strahlung zu gewährleisten. In Küsten- oder stark verschmutzten Gebieten sollten Sie besonders auf Korrosionsbeständigkeit achten – denken Sie an Edelstahlgehäuse oder spezielle Beschichtungsbehandlungen.

 

  1. Überwachungsfunktion

 

Für große Kraftwerke oder Szenarien, die Fernbedienung und Wartung erfordern, empfehlen wir eine Kombinatorbox mit intelligenten Überwachungsfunktionen. Es sollte Echtzeitdaten zu Strom, Spannung, innerer Temperatur und Alarmausgängen pro String liefern.

 

  1. Zertifizierungen

 

Die Kombinatorbox sollte entsprechende Zertifizierungen wie IEC 61439-2 (Niederspannungsschaltanlagen) oder GB/T 7251 tragen. Wichtige interne Komponenten (Sicherungen, Leistungsschalter, SPDs) sollten ebenfalls über entsprechende Zertifizierungen verfügen.

Teil 4: Detaillierte Schritte zur Installation der PV-Kombinator-Box

 

Eine ordnungsgemäße Installation ist für den sicheren Betrieb des Systems unerlässlich. Im Folgenden sind die Standardinstallationsverfahren aufgeführt.

 

Schritt 1: Vorbereitung vor der Installation

 

Überprüfe die Spezifikationen der Kombinatorbox: Überprüfen Sie, dass die Anzahl der Eingänge, die Nennspannung und der Nennstrom mit dem Design übereinstimmen.

 

Inspizieren Sie das Gehäuse: Stellen Sie sicher, dass keine Verformungen oder Schäden vorhanden sind und dass das Türschloss und die Scharniere intakt sind.

 

Bereite Werkzeuge vor: Multimeter, Isolationswiderstandstester, Crimpzange, Schraubendreher, Schraubenschlüssel usw.

 

Bestätigen Sie den Installationssort: Wählen Sie einen gut belüfteten Bereich, der fernab von direktem Sonnenlicht ist, leicht für Wartungsarbeiten zugänglich ist und fern von brennbaren Materialien ist.

 

Schritt 2: Montage des Gehäuses

 

Befestigen Sie die Kombinatorbox sicher an einer Stützstruktur oder Wand mit Dehnungsbolzen.

 

Das Gehäuse sollte vertikal mit einem Neigungswinkel von nicht mehr als 5° installiert werden.

 

Die empfohlene Montagehöhe ist so, dass die Mitte des Gehäuses 1,4–1,6 Meter über dem Boden liegt, um einen leichten Zugang zu gewährleisten.

 

Stellen Sie sicher, dass der Erdungsanschluss des Gehäuses zuverlässig mit dem Erdungsnetz des Systems verbunden ist (Erdungswiderstand ≤ 4Ω).

 

Schritt 3: DC-Eingangsverkabelung (PV-String-Seite)

 

Überprüfen Sie vor dem Verdrahten, dass alle Strings getrennt sind oder auf null Spannung stehen.

 

Verbinden Sie die positiven Kabel jeder PV-Leitung mit den entsprechenden positiven Eingangsanschlüssen (üblicherweise mit "" oder roten Anschlüssen gekennzeichnet).

 

Verbinden Sie die Minuskabel mit den entsprechenden negativen Eingangsanschlüssen (mit "-" oder schwarzen Anschlüssen beschriftet).

 

Verwenden Sie ein professionelles Crimpwerkzeug, um sichere und enge Verbindungen mit gutem Kontakt zu gewährleisten.

 

Jeder Eingang sollte seine Gleichstromsicherung installiert haben (bestätigen Sie die Sicherungswerte im Voraus).

 

Schritt 4: DC-Ausgangsverkabelung (Wechselrichterseite)

 

Verbinde das positive Hauptausgangskabel von der Kombinatorbox mit dem positiven Ausgangsterminal.

 

Verbinden Sie das Hauptausgangs-Minuskabel mit dem negativen Ausgangsanschluss.

 

Die Ausgangskabel-Dicke sollte in der Lage sein, den maximalen Ausgangsstrom zu führen, in der Regel nicht weniger als die Stromangabe des Hauptausgangsschalters der Kombinatorbox.

 

Ausgangskabel sollten in Rohrleitungen verlegt werden, um vor mechanischen Schäden zu schützen.

 

Schritt 5: Überspannungsschutz-Erdung

 

Verbinden Sie zuverlässig den Erdungsanschluss des Überspannungsschutzmoduls (SPD) mit der Erdungs-Sammelschiene im Combiner-Kasten.

 

Verbinden Sie die Erdungssammelleiste mit dem Erdungsnetz des Hauptsystems über spezielle Erdungskabel.

 

Stellen Sie sicher, dass der Querschnitt des Erdungskabels mindestens 16 mm² (für Kupfer) oder wie vom Design gefordert beträgt.

 

Schritt 6: Kommunikationsverkabelung (falls zutreffend)

 

Wenn die Kombinatorbox intelligente Überwachungsfunktionen hat, verbinden Sie die Kommunikationskabel (RS485, Ethernet usw.) gemäß dem Handbuch.

 

Verlegen Sie Kommunikationskabel getrennt von Stromkabeln, um Störungen zu vermeiden.

 

Erde den Schirm des Kommunikationskabels nur an einem Ende.

 

Schritt 7: Verkabelungsverifizierung

 

Verwenden Sie ein Multimeter, um jeden Eingang auf Kurzschlüsse oder Umkehrpolarität zu überprüfen.

 

Messen Sie die Hauptausgangsanschlüsse, um sicherzustellen, dass die Spannung (positiv zu negativ) wie erwartet ist.

 

Messen Sie den Isolationswiderstand zwischen positiven/negativen Polen und Masse; es sollte bei >1 MΩ liegen (mit einem 500V Megaohmmeter).

 

Überprüfen Sie, dass alle Anschlüsse fest und gesichert sind, ohne lose Verbindungen.

 

Schritt 8: Power-On-Test

 

Schließen Sie die Sicherungshalter oder Leistungsschalter an jedem Eingang nacheinander.

 

Verwenden Sie ein Multimeter, um die Eingangsspannung jeder Saite zu messen (sollte nahe an der offenen Spannung liegen).

 

Schließen Sie den Hauptausgangsschalter.

 

Beobachten Sie den Betriebszustand der Kombinatorbox und prüfen Sie auf auffällige Heizung oder ungewöhnliche Geräusche.

 

Wenn eine Überwachung installiert ist, bestätigen Sie, dass die Kommunikation funktioniert und die Daten korrekt hochgeladen werden.

 

Schritt 9: Beschriftung und Dokumentation

 

Verwenden Sie auf jeder Eingangsschaltung klare Verzweigungsnummern (entsprechend den Entwurfszeichnungen).

 

Notieren Sie die Anfangsspannung und Stromwerte jedes Eingangs als Basis für zukünftige Wartungen.

 

Hängen Sie außen an der Kombinatorbox ein Warnhinweis an: "GEFAHR: Hohe DC-Spannung!"

 

Schritt 10: Abschluss und Annahme

 

Schließe die Tür des Geheges und schließe sie sicher ab.

 

Reinigen Sie den Arbeitsbereich und recyceln Sie Verpackungen und Abfallmaterialien.

 

Füllen Sie den Installationsabnahmeprotokoll mit Unterschriften aller relevanten Parteien aus.

 

Zusammenfassung

 

Obwohl die PV-Kombinatorbox in einem Kraftwerk nur ein "Verteilungshub" ist, integriert sie mehrere Funktionen – Kombination, Schutz, Überspannungsschutz, Überwachung und mehr – und ist damit ein kritischer Knotenpunkt zwischen PV-Modulen und dem Wechselrichter. Die richtige Auswahl (Spannungsanpassung, ausreichende Stromanzahl, angemessene Anzahl von Eingängen, angemessener Schutz) und eine korrekte Installation (sichere Verkabelung, zuverlässige Erdung, durchsichtige Kennzeichnung) bilden die Grundlage für einen langfristig sicheren Betrieb des Kombinatorkastens. Die Befolgung dieses Leitfadens reduziert effektiv das Risiko von Systemfehlern, verbessert die allgemeine Systemzuverlässigkeit und steigert die Effizienz der Stromerzeugung.

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